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Kurt Kresse

kommunistischer Jugendfunktionär und antifaschistischer Widerstandskämpfer
geboren 15. Mai 1904 in Leipzig
ermordet 11. Januar 1945

Der Sohn eines klassenbewußten Arbeiters erlernte das Buchdruckerhandwerk, wurde während der Lehrzeit Mitglied der Freien Sozialistischen Jugend, der Gewerkschaft und 1920 der KJVD, als dessen Funktionär er umfangreiche politische Arbeit leistete.
Kresse trat 1924 der KPD bei, war während der Weimarer Republik Mitglied der KPD-Bezirksleitung Westsachsens und Vorsitzender des Arbeitersportvereins „Fichte" im Bezirk Leipzig. Nach der faschistischen Machtübernahme beteiligte er sich an Solidaritätsaktionen für Familien eingesperrter Antifaschisten und wurde selbst für mehrere Monate ins Gefängnis geworfen.
Als einer der engsten Mitarbeiter Georg Schumanns beim Aufbau der illegalen Parteiorganisation der KPD knüpfte er Beziehungen zu deutschen Antifaschisten und ausländischen Kriegsgefangenen in Leipziger Rüstungsbetrieben, verteilte Flugblätter und gab Ratschläge für wirkungsvolle Sabotageaktionen.

Am 19. Juli 1944 wurde er erneut verhaftet, zum Tode verurteilt und zusammen mit Georg Schumann und Otto Engert am 11. Januar 1945 in Dresden hingerichtet.

Am 07.10.1969 wurde dem Flakregiment 3, später Fla-Raketenregiment 3, (MB-III) der Ehrenname "Kurt Kresse" verliehen.

 

Quelle:
"Ihr Vermächtnis - Unsere Tat"
Material des Militärbezirkes Leipzig, 1988