- Aktuelle Seite:
- Start |
- Der Verband |
- Traditionstreffen 2026 in Strausberg fand statt
07.10.2026
|
Traditions–Treffen zum
|
Vier Genossen unserer Regionalgruppe Bautzen/Oberlausitz fanden mit großen Erwartungen den Weg nach Strausberg zur Teilnahme an der Festveranstaltung zu Ehren der Jahrestage der Gründung der Nationalen Volksarmee bzw. der Gründung der Grenztruppen der DDR. Um es gleich vorweg zu sagen, unsere Erwartungen haben sich mehr als nur erfüllt – kurz gesagt, wir waren begeistert. Die Organisatoren des Verbandes zur Pflege der Traditionen der NVA und der GT der DDR e.V. sowie des Fallschirmjäger-Traditionsverbandes Ost e.V. haben eine sehr gute Arbeit geleistet – dafür unser großer Dank. Gegenüber anderen Treffen war ein positiver Sprung an Exaktheit und Organisiertheit unverkennbar, was sich bereits am Vortag (Unterkunftszuweisung usw) zeigte und sich an den Folgetagen fortsetzte. Die Unterkünfte, die Verpflegung und die sonstige gastronomische Betreuung waren einwandfrei, von kleinen ironischen Bemerkungen zum Frühstückskaffee und zum Ersatz für die leider nicht gereichte Erbsensuppe abgesehen. Die räumlichen Bedingungen sowohl im Parkhaus als auch im Außengelände entsprachen voll den Bedingungen einer derartigen Veranstaltung. Der Sport- und Erholungspark Strausberg sollte – wie bereits angedacht – aufgrund seiner Ausstattung und seiner zentralen Lage für größere Veranstaltungen des Verbandes stets im Auge behalten werden.
Die Höhepunkte, die der Festveranstaltung das ehrende Gepräge gaben, folgten am Sonnabend, dem 26. September 2026, mit den Festreden von Generalleutnant a.D. Manfred Grätz und Generalmajor a.D. Heinz Janshen, den Glückwünschen und Grußadressen befreundeter ausländischer Gäste sowie von Berichten der Ehrengäste Oberst a.D. Eberhard Köllner – Kosmonauten Double Sojus-31 – und Herrn Ulrich Steinmann – Militäraufklärung der NVA.
Beide Festredner machten deutlich klar, dass es sich mit der NVA einschl. der GT der DDR um eine Armee des Friedens handelte, die niemals einen Krieg führte, und gemeinsam mit den Kräften des Warschauer Vertrages beitrug, den Frieden zu bewahren. Besonders beeindruckend war für uns, dass beide Redner grundlegende politische Aussagen mit ihren persönlichen Werden und Tun, mit allen
Freuden und Härten bis ins familiären Leben, verbanden. Eine tiefe emotionale Wirkung auf uns war unverkennbar. Ansprechend war die Einbindung von Liedbeiträgen in die Ausführungen der Festredner. Vor allem das Lied von der „Kleinen weißen Friedenstaube“, das durch die Teilnehmer kräftig mitgesungen wurde, weckte Erinnerungen an die eigenen jungen Jahre bzw. an das Werden unserer eigenen Kinder. Wir meinten, dass das relativ neue Lied über die Veteranen der Nationalen Volksarmee im Programm der Festveranstaltung auch einen Platz hätte finden können.
Große Anstrengungen für die Erhaltung des Friedens durch die stete Gewährleistung einer hohen Gefechtsbereitschaft mit allen anderen Armeen des Warschauer Vertrages prägten unser Handeln.
Es erfüllt uns deshalb mit Freude, dass alte und neue Beziehungen zu ehemals Verbündeten gepflegt werden und Gäste aus Russland, Belarus, Polen , Tschechien und jüngst auch aus Bulgarien ihre Glückwünsche überbrachten.
Oberst a.D. Eberhard Köllner referierte über seine Zeit der Vorbereitung auf den Weltraumflug, über kleinere und auch etwas größere in der Öffentlichkeit weniger bekannte Probleme der Weltraumfahrt, über das Kollektiv der Astronauten und über sein sehr gutes Verhältnis zu ersten deutschen Kosmonauten GM a.D. Sigmund Jähn. Für die Mitglieder unserer Gruppe waren seine Ausführungen von besonderer Interesse, da einige über Jahre mit ihm und auch mit Sigmund Jähn in persönlicher und dienstlicher Verbindung standen.
Herr Ulrich Steinmann berichtete anschaulich, wie sich sein Weg zur Mitarbeit für den Militäraufklärungsdienst der NVA vollzog, wie er erst durch Verrat nach der sogenannten Wende enttarnt wurde und trotzdem Haft und Geldstrafe überstand. Er machte deutlich, dass politische Haltung, echte Freunde und festes familiäres Verständnis alle Schwierigkeiten meistern lässt.
Es war ein sehr interessanter Beitrag über ein kaum bekanntes Kapitel aus der Zeit des „Kalten Krieges“.
Großartig fanden wir, in diesem ehrwürdigen Rahmen die Leiter der Regionalgruppen für ihre Arbeit zu ehren.
Die diesjährige Festveranstaltung trug auch wesentlich zur inneren Festigung unserer Verbände bei. Man traf alte Bekannte, lernte neue Freunde kennen, erfuhr vieles über die andere Teilstreitkraft bzw. Waffengattung. Es gab angeregte Unterhaltungen. Der äußere Rahmen – kreisrunde Tische mit zwölf Stühlen, ansprechende Dekoration mit Fotos, Fahnen, Uniformen – schuf dazu eine fördernde Atmosphäre.
Unsere Gruppe erwies am Abreisetag dem ersten Deutschen im All, Generalmajor a.D. Sigmund Jähn, an seinem Grabmal auf dem St.-Marien-Friedhof in Strausberg die nochmalige Ehre.
Auf unserem kürzlichen Gruppentreffen konnten wir die „Daheimgebliebenen“ ausführlich informieren und mit unserem Sonderheft „Wir sind immer noch dabei – im Kampf für den Frieden !“ überraschen.
Gefreiter a.D. Hans-Joachim Schuster („Max“)
Oberstleutnant a.D. Erhard Heinze
Von Jürgen Freitag (RG Dresden) stammen folgende Bildimpressionen:
![]() |
Von Reinhard Parchmann (RG Schwerin) stammen folgende Bilder (Teil 1):
Wer seine Fotos von der Veranstaltung veröffentlichen möchte
(und der Veröffentlichung hier auf der Webseite zustimmt),
sende sie gerne bitte unter Angabe seines Namens
(Name, Vorname ggf. Dienstgrad) und einem Bildtitel
an den Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit dem Betreff "Veröffentlichung".
Gerne darf dazu auch ein eigenes Resümee gezogen werden,
welches dann auch mit den Bildern veröffentlicht werden wird.
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!