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Unterstützung Epidemie

 

Liebe Freunde,
anbei ein Brief an den Kommandeur der Panzergrenadiebrigade 37 in Frankenberg und an dessen Bürgermeister, der selbst Offizier der Bundeswehr war.
Ich wollte die Thematik des Einsatzes der Bundeswehr im Epidemiefall (letztes Manöver 2007) nutzen, um ihn mit einem Protest gegen den Durchmarsch der NATO Truppen und der Rolle der Bundeswehr darauf aufmerksam zu machen. Die Stadt Frankenberg spielt auf dem Weg nach Russland eine strategische Rolle.
Am 4. April erfolgen entsprechende Proteste in Frankenberg, beteiligt ist daran auch die LAG drF in Sachsen.
Solltet Ihr in der Nähe um Chemnitz herum Mitglieder des Traditionsverbandes haben, die teilnehmen können, würden wir uns über eine Teilnahme in Frankenberg freuen.

Alles Gute für Euch.
Peter Blechschmidt aus Chemnitz

 

Mit Besorgnis habe ich am vergangenen Mittwoch, die Erklärung der WHO des Covid – 19 zur Pandemie vernommen. Umso mehr fühle ich mich angehalten, alles Mögliche dafür zu tun, dass es zu keiner weiteren Ausbreitung und sogar zur Eindämmung der Pandemie kommt, „es dem Virus schwer zu machen“.

Ich haben in meiner beruflichen Tätigkeit in betreuenden Berufen gelernt, Verantwortung zu über - nehmen und Empathie zu entwickeln. Selbst­ver­ständlich wird ich die Umsetzung der geforderten Maßnahnahmen im Kreis der Familie, unter Freunden und Bekannten umsetzen. Zugleich verfolge ich auch die Entwicklung in den Nachbarländern und in der ganzen Welt.

Die menschlichen moralischen Konsequenzen aus der Erklärung der WHO ist eine große Herausforderung, die es in dieser Form noch nie gab. Die Fähigkeit der Menschen zur Solidarität wird für momentan unabsehbarer Zeit auf die Probe gestellt.

Allerdings frage ich mich, wieso unter diesen schwierigen Bedingungen die NATO, deren Verbündeter die BRD und die Bundeswehr nicht einmal einen Abbruch der Manöveraktvitäten in Erwägung ziehen.

Es ist hinlänglich bekannt, welche Folgen eine Truppenbewegung derartigen Umfangs auch in ökologischer Hinsicht verursacht. Darauf machten von Anbeginn an Friedenskräfte, Initiativen und Politiker aufmerksam und mahnten seit Bekanntwerden der Absicht der Truppenbewegungen größten Ausmaßes seit Beendigung des „Kalten Krieges“ Diesen Mahnungen wurde bisher keine Aufmerksamkeit geschenkt, nicht einmal seit der Erklärung der WHO, seit deren Besorgnis aufgrund der bedenklichen Ausbreitung und Schwere und der erschreckenden Untätigkeit.

Im Gegenteil! Während die NATO in keiner Weise zu erkennen gibt, die von der WHO geschilderte Situation zu berücksichtigen ordnete der USA Präsident Trump für Europa ab Freitag ein 30 tägiges Ein -reiseverbot an. Wie sollen wir das als weltoffene Bürger bitte verstehen, dass der US Präsident mit dieser Maßnahme „die Gesundheit und das Wohlergehen der US – Bürger schützen will“, dass für den Leiter der US – Gesundheitsbehörde in der sogenannten Corona Krise Europa die „wahre Bedrohung“ für die USA ist?

Mehrere Veröffentlichungen im „Leserforum“ der „Freien Presse“ zeigten besonders in den letzten Tagen, wie besorgt Chemnitzer Bürger sind und es ist anzunehmen, dass sie sich auch mit dieser aktuellen Entwicklung nicht identifizieren können.

Schlucken muss man schon, dass der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen neulich in einem Pressegespräch in Frankenberg eine Abwägung der Sicherheitsinteressen erklärte, (man) müsse berücksichtigen, dass die Länder des Baltikums ein anderes Bedrohungs und - Sichergefühl hätten.

Ich kann mich noch gut an die Forderung der Bundesregierung von 2004 erinnern, dass auch am „Hindukusch“ die Sicherheit Deutschland zu verteidigen sei, wobei wir als Wahlvolk doch wohl eher die Verteidigung „Deutschlands Freiheit am Hindukusch“ verstehen sollten. Jetzt scheint es die Freiheit der Ukraine und der Krim zu sein.

Sollte wir zukünftig nicht doch etwas gründlicher die „Sicherheitsgebaren“ unserer gewählten Politiker hinterfragen, falls es die Pandemie möglicherweise verhindert?

Wiegt die Verteidigung von Sicherheitsinteressen der baltischen Länder durch die NATO und die sie unterstützenden Bundeswehr Truppen schwerer als die Besorgnis der Bevölkerung im eigenen Land nach dieser Erklärung der WHO, um ihre Gesundheit?

Wie unwichtig ist das Eindämmen einer „russischen Gefahr?“ gegenüber Maßnahmen der Ein­däm­mung der Pandemie!

Ich halte es für unangebracht, die Bevölkerung mit NATO Marschmusik zu verwöhnen und jetzt erst recht für unrealistisch, mit einem verordneten kollektiven Sicherheitsgefühl der NATO Partner versöhnen zu wollen.

Peter Blechschmidt
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