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Ein Weihnachtsgeschenk für Veteranen

von Siegfried Eichner, Oberstleutnant a.D.

 

Liebe Genossen, liebe Freunde,

Anfang Dezember und erneut am 19. Dezember mit medialer Unterstützung seitens Rainer Rupp habe ich Euch hier an dieser Stelle über die Initiative der deutschen Sektion der „Offiziere Russlands“ zur Organisation einer Spendensammlung zugunsten von Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges,  ehemaligen Überlebenden aus Konzentrationslagern, Überlebenden der Blockade von Leningrad sowie von „Kriegskindern“ informiert.
Aufgrund der knappen Zeit bis zum 31.12.2020, dem vorgesehenen Ende der Spendenaktion, hatte ich Euch nach Abstimmung mit dem Vorstand vorgeschlagen, Euch nach Euren Möglichkeiten unter Nutzung des Spendenkontos der „Glinka-Gesellschaft“ an dieser Solidaritätsaktion zu beteiligen.
Außerdem beteiligte sich unser Verband zusätzlich mit einer Spende aus Verbandsmitteln.
Neben uns unterstützten u.a. der Fallschirmjägerverband Ost e.V., ISOR, ehemalige Angehörige des Wachregiments „Felix Dserschinsk“, der OKV und das Nachrichtenportal KenFM die Spendensammlung.

Heute am 5. Januar erfolgte am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Tiergarten mit einem feierlichen Zeremoniell die Übergabe des „Symbolischen Schecks“ an Oleg Eremenko, den Vorsitzenden der deutschen Sektion der „Offiziere Russlands“.
Für Rainer Rupp, der aus persönlichen Gründen verhindert war, überreichte Uli Gellermann vom KenFM-Portal den Scheck.
Männer, ich schäme mich nicht, aber als er die Höhe der eingesammelten Spende bekannt gab, hatte ich Tränen in den Augen.

Es ist die unglaubliche Summe von 100.200,00 EURO gespendet worden.
Für die, die den Zahlen nicht glauben können nochmal in Worten: Einhunderttausenundzweihundert EURO.

Ein Weihnachtsgeschenk für Veteranen Ein Weihnachtsgeschenk für Veteranen
Ein Weihnachtsgeschenk für Veteranen Ein Weihnachtsgeschenk für Veteranen
Ein Weihnachtsgeschenk für Veteranen Ein Weihnachtsgeschenk für Veteranen

Liebe Genossen und Freunde, ich bin mehr als stolz auf Euch. Ihr alle habt zu diesem überwältigenden Ergebnis beigetragen. Ihr habt Eurer Uniform alle Ehre erwiesen. Ihr habt deutlich gemacht, dass der einst von uns geleistete Fahneneid und das Offiziersgelöbnis keine leeren Bekenntnisse waren. Und Ihr habt bewiesen, dass Waffenbrüderschaft und Freundschaft zum russischen Volk für uns noch immer Herzensache ist.
Am 12. Januar 2021 wird auf einer Pressekonferenz der Vereinigung „Offiziere Russlands“ in Moskau, an der Vertreter der begünstigen Personengruppen teilnehmen werden, die Spende an die „alljährliche Konferenz der Kriegsveteranen übergeben, die auch die Verantwortung für die Verwendung der Mittel tragen wird.
Oleg Eremenko wird uns darüber berichten.

Diese Spendenaktion hat eine Vorgeschichte, die ich Euch nicht vorenthalten will.
Anlässlich des „Internationalen Tages der Erinnerung an die Opfer des Faschismus“ am 9. September 2018 hatte Oleg Eremenko einen Besuch von 35 ehemaligen KZ-Häftlingen aus Russland, Weißrussland und der Ukraine in Berlin organisiert.
Hier in Berlin richtete die Delegation einen Appell an die Bundesregierung mit der Bitte um Unterstützung und Aufmerksamkeit für diejenigen, die die Schrecken und Folterungen in faschistischen Konzentrationslagern überlebt haben.
Diese Bitte wurde durch die Bunderegierung abgewiesen, wie viele ähnliche Bitten zuvor.
Dieses Verhalten ist vergleichbar mit der Art und Weise wie diese Bundesrepublik mit der Entschädigung der ehemaligen „Ostarbeitern“ umgegangen ist. So ist zum einem eine mehr als beschämend geringe Summe bereit gestellt worden. Dann wurde mit perfiden juristischen und bürokratischen Tricks die Auszahlung der Entschädigungsbeträge an die Berechtigten solange verzögert, bis die Hilfe für sehr viele ehemalige „Ostarbeiter“ zu spät kam.
Dieses Handeln ist natürlich verständlich wenn man weiß, dass praktisch mit  dem 3. Oktober 1990 die Bundesrepublik Deutschland ohne Zögern und Klagen, in aller Stille, aber mit preußischer Präzision begann, den Angehörigen baltischer SS-Verbände und der „Blauen Division“ Franko-Spaniens Kriegsopferrenten von bis zu 1.200 € monatlich zu zahlen.
Insofern ist das Ergebnis der Spendenaktion „Ein Weihnachtsgeschenk“ für Veteranen“ mehr als eine schallende Ohrfeige für die Bundeskanzlerin, ihren Außenminister und auch für die Verteidigungsministerin, die von Erfahrungen gehört haben will, nach denen man mit Russland nur von der Position der Stärke aus erfolgreich verhandeln könne.
Es wird allerhöchste Zeit, dass die Regierenden die wirkliche Meinung der Menschen in Deutschland zur notwendigen Neugestaltung der Beziehungen zur Russland zur Kenntnis nehmen. Und auch dafür habt Ihr einen sehr großen Beitrag geleistet.
Ich danke Euch dafür.

 

Ein Weihnachtsgeschenk für Veteranen

 

 

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