- Aktuelle Seite:
- Start |
- Startseite |
- Aktuelles |
- Was haben die Wahlen in Irland mit Deutschland zu tun?
27.10.2025
Oberst a.D. Friedemann Munkelt
In Irland standen am Freitag, den 24.10.25 Wahlen einer Präsidentin an (2 Frauen als Kandidatinnen). Am gleichen Tag wurde dieses Ereignis im Nachrichtensender ntv kommentiert. Die Überschrift lautete: „Die nächste irische Präsidentin blickt nach Deutschland und sieht Hitler.“ Da darf und muss man sich doch Gedanken machen! Beschrieben wird sie als „ein sehr linke Präsidentin“, offensichtlich ist man heute schon links, wenn man der „regelbasierten Ordnung“ kritisch gegenüber steht. In diesem Zusammenhang betrifft es die Europäische Union. So zum Beispiel die Haltung der EU zum Krieg im Gaza-Streifen, aber auch die zunehmende Aufrüstung in den Staaten der EU. Vor Studierenden einer Universität in Dublin sprach sie auch über die aktuelle Militärpolitik der Bundesrepublik und zog Parallelen mit der Aufrüstung Deutschlands in den 30er Jahren. Diese Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen, gibt es doch täglich neue Beispiele geistiger und materieller Aufrüstung in unserem Land. Wörtlich wird sie im genannten Artikel zitiert: "Mir scheint, da gibt es einige Parallelen zu den 30er Jahren. Ich möchte euch nicht deprimieren. Es gibt Hoffnung. Und wir haben Stimmen. Und wir können sie nutzen." Aus dieser Aussage wurde dann geschlussfolgert: „Connolly sieht Hitler, wenn sie auf das heutige Deutschland blickt.“ Durch einen irischen Sender zur Ukraine-Politik befragt, verwies sie auf das Wirken imperialer Mächte und nannte in diesem Zusammenhang auch die USA. Ihre Schlussfolgerung: "Als neutrales Land haben wir die Pflicht, unsere Neutralität zu nutzen, um Machtmissbrauch anzuprangern, egal wo dieser stattfindet, ob durch Russland oder Amerika, durch welches Land auch immer." Der Artikelschreiber vermerkte dann, dass es unklug sei, Verbündeten der EU vorzuwerfen Kriegstreiber zu sein. Ungeachtet dieser Kritik ergab die Wahl ein eindeutiges Ergebnis: Frau Connolly wurde mit 63 % der abgegebenen Stimmen klare Wahlsiegerin und wird in den nächsten acht Jahren als Präsidentin amtieren, dazu darf man dem irischen Volk gratulieren!
Offensichtlich kennt die neugewählte Präsidentin die deutsche Geschichte besser als unsere heutige Politiker-Generation. Bei dem Bildungssystem der Bundesrepublik allerdings nicht verwunderlich! Dieses Beispiel zeigt, im Kampf um den Frieden gibt es auch innerhalb Europas Verbündete.
Verstärken wir unsere Anstrengungen gegen Aufrüstung und für ein friedliebendes Deutschland!