29.06.2026
Aufklärertreffen 2026 in Banzkow
Vom 06.06.-07.06.2026 fand in Banzkow, südlich Schwerins, das XXIII. Treffen der des Freundeskreises der Aufklärer der 8. Mot-Schützendivision statt. Bereits am Vortag reiste unter Führung von Major Rainer Paskowsky das Vorkommando mit OSL Edgar Stein, OSL Dieter Kabbert, Major Ernst Marckwardt, Gefreiter Ulrich Saleweski, Gefreiter Reiner Görs und Feldwebel Roland Block zwecks Herrichten der Räumlichkeiten im Trend-Hotel an. Hier trifft sich unsere Truppe gern. Wichtig für uns ist neben den obligatorischen Fahnen und verschiedenen Wandzeitungen unsere „Ahnengalerie“ mit Bildern unserer verstorbenen Genossen, denn sie bleiben Teil unserer Gemeinschaft. -Wenn wir uns ihrer erinnern, leben sie in uns fort- .
Nach dem Begrüßungszeremoniel und der Freude sich wohlbehalten nach einem Jahr hier wieder zu sehen, folgte das Abendbrot, was mein Herz als gelernter Koch wieder höherschlagen ließ. Freundliche zügige Bedienung und ein reichliches schmackhaftes Essen. Der sich anschließende vorgesehene Vortrag von Topas (Rainer Rupp) viel aus, da dieser trotz mehrerer Anläufe der Veranstaltungsleitung nicht erreicht werden konnte. Umso mehr freuten wie uns, dass durch Vermittlung von Silvio Pfeffer Generalmajor Heinz Engelhart, der am Vortag in Neustadt Glewe zu seinem Buch „Der letzte Mann“ referierte, bei uns einsprang. Ein interessanter Vortrag, zu dem im Anschluss viele Fragen gestellt und beantwortet wurden. Der Generalmajor fühlte sich in unserer illustren Gemeinschaft sichtlich wohl und signierte viele Bücher.
Der Abend erklang in gemütlicher Runde aus. Am nächsten Morgen ging es mit „Kolonnenfahrt“ zum Schiffsanleger nach Plau am See. Hier erwartete uns die Fahrgastschifffahrt Diana und Dietmar Salewski. Bei strahlendem Sonnenschein schipperten wir zwei Stunden mit der Loreley auf dem Plauer See mit dem sich anschließenden Petersdorfer See und dem Malchower See. Auch für mich als Plauer wieder ein Erlebnis unter der Brücke in Petersdorf hindurch (Vorsicht! Kopf einziehen) und dann die Flussschifffahrt bis zur Inselstadt Malchow. Schön ist es die vielen am Ufer neu entstandenen Boothäuser und Liegeplätze zu sehen, aber natürlich auch die Natur zu bewundern. Es ist immer wieder ein erhebender Augenblich wenn sich hinter einem grünen Vorhang der Natur plötzlich der Panoramablick auf die Stadt Malchow, dem ehemaligen Mancherster des Nordens, seiner Tuchwerke wegen, öffnet. Links die Neustadt, mittig die Inselstadt und rechts die imposante Klosterkirche. Viele Fotos wurden gemacht.
Im Anschluss erfolgte das Mittagessen, wie sollte es auch anders sein, Erbseneintopf mit Bockwurst, im Fischerhaus der Familie Block in Plau am See. Die von mir getragene Uniform eines ehemaligen UaZ (sie hängt ja nicht im Schrank für die Motten) mit dem Dienstgrad Feldwebel war wieder ein Blickfang und machte auf unsere Truppe an der Eldepromenade mit der Fahrgastschifffahrt aufmerksam. Zu beobachten war, dass heimlich Fotos gemacht wurden. Absichtlich übertrieben laut, forderte ich die Aufklärer der 8. MSD auf, sich im Fischerhaus einzufinden. Von Passanten wurde gefragt, ob eine Stadtführung in Uniform wohl stattfände, was zu verneinen und den Fragenden näher zu erläutern war.
Gut gestärkt ging es zurück nach Banzkow wo sich die Kaffeetafel, saisonbedingt selbstverständlich Erdbeertorte, anschloss. Es folgte eine Modenschau durch Laiendarstellerinnen, für die sich unsere Frauen zu den Themen Strandpromenade, Theaterbesuch, Freunde treffen besonders erwärmen konnten. Die Männer hätten lieber eine Bademodenschau gesehen.
Nach dem Abendbüfett erfolgte die Auszeichnungsveranstaltung, die ein besonderer Höhepunkt sein sollte und auch wurde. Nach dem Einmarsch mit der Truppenfahne und Meldung an Major Paskowsky erfolgte die Ehrung verdienter Genossen, für treue Dienste, stetige Einsatzbereitschaft zum Wohle der Aufklärer, wobei anzumerken ist, dass niemand diese Veranstaltung verlässt ohne wenigstens eine hübsche Urkunde seiner Teilnahme zu erhalten. Darüber freuten sich auch unsere Frauen, denn was wären wir ohne sie.
Im Anschluss gemütliches Beisammensein, umgangssprachlich auch Kameradschaftsabend genannt. Eine Abbauaktion schloss sich am Sonntagvormittag an.
Fazit. Sehr schöne aber auch anstrengende Tage in Banzkow. Wir werden sehen, ob wir uns 2027 hier wieder finden werden. Ich würde mich freuen. Die Biologie ist allerdings leider nicht auf unserer Seite.
Roland Block
Feldwebel der NVA