29.06.2026
Gedenken in Bautzen an den 85. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion
Rückblick in die Geschichte – der Rote Platz in Moskau war am 24. Juni 1945 durch die große Siegesparade der Roten Armee gefüllt. Nach vier Jahren war der verheerendste Krieg der Menschheitsgeschichte beendet. Er hatte Millionen von Opfern gekostet. Den größten Blutzoll zahlten dabei die Völker der Sowjetunion.
Heimtückisch begann der deutsche Überfall auf das Sowjetland in den Morgenstunden des 22. Juni vor 85 Jahren. Über drei Millionen Soldaten Hitler–Deutschlands und seiner Satellitenstaaten überschritten in drei Heeresgruppen die 3200 km lange Grenze. Damit begann die praktische Umsetzung des „Barbarossa–Planes“. Unendliches Leid und enorme Zerstörungen sollten folgen. Was an diesem 22.Juni begann, endete erst nach 1418 Tagen in den Trümmern von Berlin.
Eine kleine Gruppe erinnerte in Bautzen am sowjetischen Ehrenmal an dieses weltgeschichtliche Datum.
Eingeladen hatte die Regionalgruppe Bautzen der „Gesellschaft für Deutsch–Russische Freundschaft e.V.“. Neben deren Mitglieder waren weitere interessierte Bürger – darunter auch Vertreter unseres Traditionsverbandes – anwesend.
Das Ehrenmal wurde durch eine Vielzahl von Kerzen beleuchtet. Genau um vier Uhr, der Stunde des Überfalls, erklang aus einem kleinen Lautsprecher „goworit Moskwa, goworit Moskwa …“. Zu den Klängen eines sehr bekannten russischen Volksliedes legten die Teilnehmer rote Nelken nieder. In den anschließenden angeregten Gesprächen wurde über die damaligen Ereignisse diskutiert und man war einheitlich der Meinung, dass es eine derartige Konfrontation nicht mehr geben darf und dass heute alles unternommen werden muss, alle Probleme diplomatisch zu lösen.
Gefr. a.D. Hans-Joachim Schuster
Leiter der Regionalgruppe Bautzen
Bildnachweis: H.J. Schuster (3)