29.10.2025

Ehrendes Gedenken an Werner Seelenbinder zum 81. Todestag in Berlin Neukölln

 

Am 24.Oktober 2025 jährte sich zum 81. Mal die feige Ermordung von Werner Seelenbinder durch deutsche Faschisten in Brandenburg-Görden.

Heute am 25. Oktober 2025 fand dazu eine Gedenkveranstaltung in Berlin Neukölln im Werner–Seelenbinder- Sportpark statt. Die Organisatoren waren der VVN-VdA Neukölln in Zusammenarbeit mit der Linken Neukölln. Anwesend waren auch der Freundeskreis Ernst Thälmann und Mitglieder der GRH und des VTNVAGT.

Am 24. Oktober 1944 wurden Werner Seelenbinder und einige seiner Genossen aus der größten antifaschistischen Widerstandsgruppe der KPD in Berlin von den Faschisten in Brandenburg Görden mit dem Fallbeil hingerichtet, so auch Walter Eichberg, Erich Lodemann, Otto Schmirgal und Hans Zoschke.

Werner Seelenbinder wurde am 2. August 1904 geboren. Er war ein deutscher Ringer der insgesamt sechsfacher deutscher Meister und Olympiateilnehmer 1936 war.

Er war ein kommunistischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. 1933 verweigerte er den Hitlergruß bei einer Siegerehrung. Er nutzte seine internationalen Kontakte für den aktiven Widerstand gegen den Faschismus. 1942 wurde er verhaftet und in verschiedenen Konzentrationslagern eingesperrt. Am 5. September 1944 verurteilte der Volksgerichtshof ihn zum Tode.

Werner Seelenbinder war Mitglied im Arbeitersportklub Berolina in Berlin Neukölln. 1928 gewann er die Spartakiade in Moskau als einziger deutscher Athlet. Bei der Olympiade 1936 in Berlin belegte er den vierten Platz. 1937 und 1938 wurde er Bronze Medaillengewinner bei den Europameisterschaften.

Nach der Teilnahme an der Spartakiade in Moskau trat er in die KPD ein und arbeitete eng mit der Widerstandsgruppe Robert Uhrig zusammen und half beim Aufbau von kommunistischen Gruppen in Berliner Betrieben. Bei internationalen Reisen übernahm er auch wichtige Kurierdienste.

Auf der Gedenkveranstaltung haben verschiedene Redner gesprochen unter anderem Max Renkel der Vorsitzende des Freundeskreises Ernst Thälmann und Frau Renkel, die einen interessanten Vortrag zum Widerstand im Zuchthaus Brandenburg-Görden vorgetragen hat. Im Anschluss daran sind Mitglieder des Ernst Busch Chores aufgetreten.

Als Teilnehmer an der Gedenkveranstaltung haben wir ein Blumengebinde des Verbandes zur Pflege der Traditionen der NVA/GT der DDR am Gedenkstein für Werner Seelenbinder niedergelegt.
Die Teilnehmer des Traditionsverbandes waren Dr. Jörg-U. Knobloch, Torsten Postrach und Andreas Reinicke.

Kritisch anmerken möchte ich, dass der Veranstaltungsort für das Gedenken nicht so gut gestaltet war wie in den vergangen Jahren und das die Ringer des SC Berolina 1903 e.V. ferienbedingt gefehlt haben.

Wir sollten einfach daran festhalten Veranstaltungen dieser Art auf einem hohen Niveau durchzuführen.

Im achtzigsten Jahr der Befreiung vom Faschismus bekommt das Handeln und das Leben von Werner Seelenbinder eine besondere Bedeutung zugeordnet. Deshalb ist auch hier die Losung

„Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus“

an richtiger Stelle genannt.

 

Andreas Reinicke, Hauptmann a.D.
Regionalgruppe Berlin

 

 

 

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