03.02.2026

23. Februar – ein Tag voller Traditionen

 

Der 23. Februar ist in unserem Leben als Angehörige der NVA und der Grenztruppen der DDR, insgesamt wohl allen Angehörigen der Bewaffneten Organe der DDR ein zur festen Tradition gewordener Feiertag, an dem wir den Jahrestag der Gründung der Roten Armee würdigten.
Formationen der Roten Garde, gebildet aus Arbeitern aus Petrograd und Matrosen der Baltischen Flotte, stoppten an diesem Tag 1918 im Raum Pskow und Narwa den Vormarsch der kaiserlich-deutschen Armee in Richtung Petrograd.
Ein durchaus historisch interessantes Gebiet, wurde doch in diesem Raum bereits rund 675 Jahre zuvor eine andere deutsche Ostexpansion zerschlagen.
Der in Aufstellung befindlichen BuWe-Panzerbrigade Litauen sei es Mahnung und Warnung zugleich.

Obwohl mit dem „Tag der Verteidiger des Vaterlandes“ im postsowjetischen Russland inhaltlich etwas weiter gefasst, setzen wir diese Tradition zur Würdigung des Kampfes unseres wichtigsten Waffenbruders fort.

Die Botschaft der Russischen Föderation hatte für den 20. Februar zur Kranzniederlegung am Ehrenmal im Berliner Tiergarten eingeladen.

Vertreter des Verbandes zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR legten sie gemeinsam mit Kameraden des Fallschirmjägertraditionsverbandes Ost, Vertretern befreundeter Vereine des OKV und Mitgliedern deutsch-russischer Freundschaftsgesellschaften am Ehrenmal Blumengebinde nieder und überbrachten dem Botschafter und dem Militärattaché unsere Glückwünsche.

Gemeinsam bekundeten wir so unsere Verbundenheit und Freundschaft mit dem russischen Volk und den anderen Völkern der GUS und würdigen somit deren Kampf und die Opferleistung der Angehörigen der Sowjetarmee.

Dieses Jahr waren erstmals auch unsere polnischen Partner zu diesem Anlass mit nach Berlin gekommen. Angesichts der aktuellen polnischen Staatspolitik ein mehr als beachtenswerter Schritt.
Ein anschließender Empfang in der Russischen Botschaft bot zahlreiche Möglichkeiten, mit Freunden und prominenten Persönlichkeiten den äußerst verheerenden Stand der deutsch-russischen Beziehungen zu diskutieren.

In seiner Ansprach sprach Botschafter Netschajew die Überzeugung aus, dass dieser Tiefpunkt in den deutsch-russischen Beziehungen nicht auf Dauer sein müsse. Zugleich erklärte er, dass das russische Volk keinerlei Feindschaft gegenüber dem deutschen Volk hege.
Mögen diese Worte endlich bei den verantwortlichen deutschen Politikern Gehör finden.

Siegfried Eichner

 

 

 

 

Unsere Webseite verwendet für die optimale Funktion Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.