23.08.2026

Gedenken an Ernst Thälmann: 82. Jahrestag der Ermordung

 

 

Am 22. August 2026 versammelten sich zahlreiche Menschen am Ernst-Thälmann-Denkmal an der Greifswalder Straße in Berlin, um des ehemaligen Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) zu gedenken. Vor genau 82 Jahren, im August 1944, wurde Ernst Thälmann nach elf Jahren Isolationshaft im Konzentrationslager Buchenwald von den Nationalsozialisten ermordet.

Diese Gedenk- und Protestkundgebung wurde federführend vom Freundeskreis „Ernst Thälmann“ e.V. (Ziegenhals - Berlin) organisiert.

Die traditionelle Kranzniederlegung im Thälmann-Park stand auch in diesem Jahr im Zeichen des Mahnens und Erinnerns.

Traditionell nahm auch eine kleine Abordnung der Berliner Regionalgruppe des Verbandes zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR e.V. an der Veranstaltung teil, um das Andenken Thälmanns mit einem Kranz zu ehren.

Die Rednerinnen und Redner blickten auf Thälmanns Leben als Arbeiterführer und seinen unnachgiebigen Widerstand gegen den Faschismus zurück. Gleichzeitig schlug die Veranstaltung eine Brücke zur Gegenwart: Die Welt ist in einer Krise und rechte Gruppen werden stärker. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns für Frieden, gegen Faschismus und für Gerechtigkeit einsetzen.

Das 1986 eingeweihte Kolossalmonument zeugt heute unübersehbar vom Zahn der Zeit und anhaltenden gesellschaftlichen Konflikten. Die 50 Tonnen schwere Bronzebüste und der umliegende Platz präsentieren sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand, geprägt von einem andauernden und beschämenden Kreislauf aus Graffiti-Schmierereien und behördlichen Reinigungsversuchen. Trotz des seit 2014 bestehenden Denkmalschutzes verzögern komplexe Abstimmungen und fehlender konsequenter Willen eine grundlegende Sanierung des Ensembles. Der verwitterte Zustand des Denkmals spiegelt so die Kontroversen um seine historische Einordnung direkt im Berliner Stadtbild wider.

Das Denkmal in der Greifswalder Straße bleibt ein kraftvoller, mahnender Ort. Er fordert uns auf, den Widerstand gegen den Faschismus zu ehren. Gleichzeitig müssen wir die Entstehung totalitärer Strukturen im Blick behalten. Das Gedenken an Ernst Thälmann verbindet den Respekt vor seinem persönlichen Schicksal mit dem Auftrag, aktiv für Frieden, Antifaschismus und soziale Gerechtigkeit einzustehen.

J. Pfretzschner
RG "Marschall der Sowjetunion W. I. Tschuikow", Berlin

 

  

 

 

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