16.09.2026

Die Ehrung zum anderen 11. September in Berlin-Köpenick

 

 

Am 11.09.2026 versammelten wir uns, Mitglieder der Regionalgruppe Berlin und unsere chilenischen und deutschen Freunde, um dem 11. September des Jahres 1973 zu gedenken. Neben Mitgliedern der chilenischen Freundschaftsgesellschaft Salvador Allende waren Genossen der KP und der SP Chiles sowie weitere Freunde der chilenischen Comunità sowie Mitglieder der DKP und Anwohner des Allende-Viertels erschienen.  

An jenem 11. September putschte das chilenische Militär unter dem späteren Diktator Pinochet zur Beseitigung der Volksregierung Allende sowie ihrer Errungenschaften und der Errichtung einer faschistischen Diktatur im Auftrag der chilenischen Bourgeoisie und des US-Kapitals.

Dr. Salvador Allende Gossens wählte in der ausweglosen Situation unter der Belagerung der Moneda den Freitod. Er reihte sich damit in die lange Reihe der Märtyrer weltweit ein, die für die Befreiung ihrer Völker kämpften und starben. Sein Vermächtnis lebt! Das machte auch unsere Veranstaltung deutlich.

Zunächst erfolgte die Ehrung durch die Niederlegung von Blumengebinden an der Büste Allendes, die sich im gleichnamigen Viertel auch heute noch befindet. Verschiedene Redebeiträge erinnerte an ihn, die Errungenschaften der Unidad Popular und seine im Kampf gefallenen und ins Ausland geflohenen Genossen.

Das Allende-Viertel ist ein Bespiel für die Solidarität der DDR und ihrer Bürger mit Chile. Hier fanden 1973 chilenische Flüchtlinge nicht nur Unterkunft, sondern ein neues Zuhause bei Freunden.

Es wurde der Hoffnung Ausdruck verliehen, daß trotz der Präsidentschaft eines Faschisten in Chile, der erstmalig die Erinnerung an den Putsch in Chile verbot und Pinochet und seine Kumpane verehrt, auch für das chilenische Volk wieder bessere Zeiten anbrechen werden. Redner zogen Parallelen zum heutigen Kampf gegen Rechtsruck der BRD und seine Militarisierung, der notwendiger denn je ist. Abgeschlossen wurde die Veranstaltung durch eine chilenische Sängerin, die sich sehr gefühlvoll mit dem Vermächtnis Allendes auseinandersetzte.

Die Teilnehmer waren sich einig, in Ihrer Hoffnung, daß das kubanische Volk es mit der internationalen Unterstützung linker Bewegungen schafft, dem US-Imperialismus und seinen Helfern zu trotzen, um seinen gewählten Weg zum Sozialismus fortzusetzten und protestierten gegen einen möglichen Krieg der USA gegen Kuba. Es wurde deshalb auch aufgerufen, sich der Protestwache unter dem Motto „No war on Cuba!“ vor der US-Botschaft am Brandenburger Tor anzuschließen.

Torsten Postrach, Oltn. a.D.
RG Berlin    

 

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