08.07.2026

 

Zur Erinnerung an den verbrecherischen Überfall des faschistischen Deutschlands auf die Sowjetunion vor 85 Jahren

 

Würdiges Gedenken in Dresden

Zum festen Verständnis unseres Traditionsverbandes gehören die in den Jahrzehnten unseres aktiven Dienstes in der NVA geschaffenen und gelebten Wurzeln der Freundschaft mit den Völkern der Sowjetunion sowie der Waffenbrüderschaft zu ihren Streitkräften. Deshalb beteiligen die Mitglieder unserer Regionalgruppe sich an Gedenktagen in Verbindung mit der damaligen Sowjetunion, heute mit Russland.

Traditionell treffen wir uns mit Gleichgesinnten, mit Mitgliedern von Vereinen, und Friedensinitiativen auf den Gedenkstätten, Friedhöfen von Dresden und Umgebung, um über Geschichte und die damals handelnden Menschen ins Gespräch zu kommen. So war es auch anlässlich des diesjährigen Gedenktages zum Überfall des faschistischen Deutschlands auf die UdSSR vor 85 Jahren. Das Meeting am 21. Juni 2026 am Denkmal für die gefallenen Soldaten der Roten Armee wurde in diesem Jahr von unserem Mitglied Christel Machold in ihrer Funktion als Mitglied im Stadtrat der LINKEN organisiert und moderiert. Unser Mitglied Oberst a.D. Dr. Wolfgang Schälike, geboren 1937 in Moskau, sprach als Zeitzeuge bewegende und mahnende Worte. Oberstleutnant a.D. Harald Neubauer betonte in seinem Redebeitrag, dass die materielle und geistige Aufrüstung für den Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion planmäßig bis in den Juni 1941 vorangetrieben wurde.  

Mit dem völkerrechtswidrigen Überschreiten der Staatsgrenze der UdSSR durch über 150 Wehrmachts-divisionen mit über 5 Millionen Soldaten wurde begonnen, den faschistischen Plan "BARBAROSSA" in den drei Richtungen auf sowjetischem Territorium: Moskau, Leningrad und in den Südosten zu verwirk-lichen. Entsprechend der Zielstellung aus Berlin ging es
* zunächst um die Ausschaltung der Hauptstadt für das Land,
* die Zerstörung des geistig-kulturellen sowie industriellen Zentrums Leningrad,
* die Plünderung der Naturreichtümer sowie darum,
* die sowjetische Bevölkerung im Interesse und zum Nutzen des faschistischen Deutschlands auszubeuten.

Über 1418 Tage befand sich der Vielvölkerstaat - auch aufgrund eigener Versäumnisse in der Anfangsperiode - in einer extrem schwierigen Situation. Es ging um Leben und Tod. Durch Heldentum und Standhaftigkeit der Roten Armee sowie mit der großen Unterstützung des Hinterlandes wurde der Aggressor vom sowjetischen und weiteren europäischen Territorien vertrieben. Mit 27 Millionen menschlicher Verluste in den Streitkräften und Zivilbevölkerung sowie riesigen Zerstörungen im Land endete der Krieg für die Sowjetunion sehr schmerzlich. Die überragende Beitrag der Sowjetunion bei der Zerschlagung des Hitlerfaschismus, aber auch der unendlich hohe Blutzoll, den sie dafür entrichten musste, ist Mahnung und Verpflichtung zugleich. Er darf nie vergessen werden! Zum Abschluss des Meetings legten unser Ehrenvorsitzender Generalleutnant a.D Horst Sylla und der Leiter unserer Regionalgruppe, Oberst a.D. Harald Neubauer, ein Blumengebinde am Denkmal ab.

  Fast zeitgleich fand auch in Zeithain eine Gedenkveranstaltung zu Erinnerung an die Opfer der Kriegsgefangenen statt. Dort nahm unser Mitglied Oberst a.D. Jörg-Uwe Laasch teil und legte am ehemaligen Ankunftsbahnhof Jacobsthal ebenfalls Blumen nieder.

 

Regionalgruppe „Friedrich Engels“ Dresden

 

 

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