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14.04.2026
50. Todestag von Spaniens Diktator: Die sozialdemokratische Regierung ermöglicht Nachfahren der Interbrigadisten den Erwerb der Staatsbürgerschaft. Gleichzeitig finden faschistische »Gedenkveranstaltungen« statt.
Von Carmela Negrete
Zum 50. Todestag des spanischen Diktators Francisco Franco, der an diesem Donnerstag begangen wird, sind aus Spanien widersprüchliche Signale zu vernehmen. Kaum zufällig hat die spanische Regierung am 4. November im Vorfeld des Jahrestags insgesamt 171 Nachkommen ehemaliger Angehöriger der Internationalen Brigaden eingebürgert. Sie hatten die spanische Staatsbürgerschaft beantragt und erhielten sie nun per Dekret: 54 Kinder und 117 Enkelkinder von Interbrigadisten. Damit setzt die Regierung das »Gesetz über das demokratische Gedächtnis« von 2022 um, dass diese Maßnahme ausdrücklich vorsieht. Mit der Einbürgerung sollen jene »Männer und Frauen geehrt werden, die freiwillig nach Spanien kamen, um die republikanische Legalität gegen den Militärputsch von 1936 zu verteidigen«. Die Internationalen Brigaden hätten, so heißt es in der Begründung, »die Werte von Freiheit, Gleichheit und Solidarität« verkörpert. Die Entscheidung habe »eine bedeutende symbolische Tragweite in einem globalen Kontext, der von Revisionismus und der Delegitimierung demokratischer Werte geprägt ist«.
Quelle: junge welt vom 19.11.2025