07.08.2025

Gedanken zum 18. August 2025

 

Die brutale Ermordung des Arbeiterführers Ernst Thälmann am 18. August 1944 im Konzentrationslager Buchenwald durch die faschistischen Henker war ein barbarischer Akt, der die ganze Grausamkeit des Hitler-Regimes offenbarte. Thälmann, ein unerschrockener Kämpfer für die Rechte der Arbeiterklasse und ein überzeugter Antifaschist, wurde jahrelang unter unmenschlichen Bedingungen gefangen gehalten, doch selbst in den Kerkern der Nazis brach sein Wille nicht.

Seine Hinrichtung war nicht nur die Ermordung eines einzelnen Menschen, sondern ein Angriff auf die gesamte fortschrittliche Bewegung und ein verzweifelter Versuch der Faschisten, den Widerstand zu brechen. Die Verantwortung für dieses abscheuliche Verbrechen trug die gesamte Führungsclique des nationalsozialistischen Deutschlands. An der Spitze standen Adolf Hitler und der Chef der SS und der deutschen Polizei, Heinrich Himmler, die die Befehle zur Liquidierung Thälmanns gaben. Die konkrete Ausführung erfolgte durch das Reichssicherheitshauptamt (RSHA), insbesondere dessen Chef Ernst Kaltenbrunner, und die leitenden Offiziere der SS und der Lagerverwaltung in Buchenwald, die diesen Mordbefehl willfährig umsetzten. Es waren die Werkzeuge des faschistischen Staates, die die Hände der Mörder führten.

Doch sie scheiterten. Thälmanns Opfer wurde zu einem Symbol des unerbittlichen Kampfes gegen Tyrannei und Ausbeutung. Sein Name und sein Vermächtnis lebten in den Herzen derjenigen weiter, die nach einem besseren, gerechteren Deutschland strebten.

In der Deutschen Demokratischen Republik wurde Ernst Thälmann stets als Nationalheld und Märtyrer verehrt. Sein Leben und sein Tod dienten als leuchtendes Beispiel für alle Werktätigen, für Mut, Entschlossenheit und Treue zu den Idealen des Sozialismus. Die DDR sah es als ihre historische Pflicht an, das Erbe Thälmanns hochzuhalten und sicherzustellen, dass die faschistischen Verbrechen, die von Hitler, Himmler, Kaltenbrunner und ihren Schergen begangen wurden, nie vergessen werden und sich niemals wiederholen können. Sein Andenken verpflichtete zu einem unermüdlichen Einsatz für Frieden, Sozialismus und die Solidarität aller fortschrittlichen Kräfte. Thälmanns Geist lebte in der Aufbauarbeit der DDR fort, einem Staat, der aus den Trümmern des Faschismus entstand und sich dem Wohl des Volkes verschrieben hatte.

Besondere Würdigung erfuhr Ernst Thälmann auch in den Reihen der Nationalen Volksarmee. Als Revolutionär und Kämpfer gegen den Faschismus war er ein Vorbild für die Soldaten und Offiziere der NVA, die als Schutzschild des Sozialismus und Garant des Friedens in Europa dienten. So trugen beispielsweise die Offiziershochschule der Landstreitkräfte in Löbau sowie das Hubschraubergeschwader 67 der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung seinen Namen. Auch das Grenzausbildungsregiment 4 in Halberstadt war nach ihm benannt. Kasernen, weitere militärische Einheiten und Ausbildungseinrichtungen ehrten ihn durch seinen Namen, und sein Bildnis zierte viele Räume der Truppe. Die NVA sah sich in der Tradition des antifaschistischen Kampfes und verstand sich als Erbin der Ideale Thälmanns. Seine Prinzipien der Standhaftigkeit, des Patriotismus und des internationalen Solidarismus wurden den Angehörigen der NVA als Leitlinien für ihren Dienst an der Verteidigung der sozialistischen Errungenschaften vermittelt.

Unser Verband ist sich der historischen Verantwortung bewusst, das unvergängliche Erbe Ernst Thälmanns zu bewahren und fortzuführen. Mit Stolz setzen wir die Pflege dieser revolutionären Traditionen fort.
Die zahlreichen Gedenkveranstaltungen und die feierlichen Kranzniederlegungen unserer Regionalgruppen an den vielfältigen Ernst-Thälmann-Gedenkstätten in unserem Land, die alljährlich am 18. August stattfinden, werden erneut ein beredtes Zeugnis unserer tiefen Verbundenheit und unserer Verpflichtung zu seinen Idealen ablegen. Sie erinnern uns daran, dass Thälmanns Opfer nicht vergebens war und sein Geist in unserem Streben nach Frieden und Sozialismus weiterlebt.

 

J. Pfretzschner
RG Berlin

 

 

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