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- Zu Gast bei tschechischen Grenzschützern 2026
10.06.2026
Am 6. Juni diesen Jahres fand in Prag der XII. Nationalkongress des Klubs der tschechischen Grenzregion statt. Zu dieser Veranstaltung erhielt die GRH eine Einladung. Dieser folgten der Vorsitzende der GRH, Hans Bauer, und das Mitglied der Vorstände der GRH und des Verbandes zur Pflege der Tradition der NVA und der GT der DDR, Oberst a.D. Wolfgang Herzig.
Der scheidende Vorstand des Klubs legte Rechenschaft über die geleistete Arbeit ab und bestimmte die Aufgaben für die weitere Arbeit. Mit viel Beifall nahmen die Delegierten die Grußadresse der GRH entgegen.
Nach einer intensiven Diskussion wurde die neuen Organe des Klub für die nächste Wahlperiode gewählt. Einstimmig nahmen die Delegierten eine Erklärung an, in der es unter anderem heißt:
„Wir, die Delegierten des XII. Nationalkongresses des Klubs der tschechischen Grenzregion, wenden uns anlässlich des 75. Jahrestags der Verabschiedung des Gesetzes über den Schutz der Staatsgrenzen mit Ehrfurcht dem Vermächtnis all jener zu, die über Jahrzehnte lang die Verantwortung für die Sicherheit und Unverletzbarkeit der Grenzen der Tschechoslowakei trugen.
Wir erinnern an ihren Dienst, der Ausdruck von bürgerlichem Mut, Professionalität und Engagement für den Frieden war. Die Grenzsoldaten und alle, die am Schutz der Staatsgrenzen mitgewirkt haben, haben wesentlich dazu beigetragen, dass unser Land in Sicherheit, Stabilität und gegenseitigem Respekt leben konnte.
In einer Zeit, in der die Welt erneut mit wachsenden Spannungen und Unsicherheiten konfrontiert ist, betonen wir Werte, die von Dauer sind: die Achtung des Völkerrechts, der staatlichen Souveränität, der friedlichen Beilegung von Streitigkeiten und die Ablehnung jeglicher Formen von Extremismus oder historischer Verfälschung.
Wir bekennen uns zum Erbe der Nachkriegsordnung Europas und zur Gültigkeit des Dekrets des Präsidenten der Republik Dr. Edvard Beneš als Teil des rechtlichen und historischen Rahmens, der unsere Staatlichkeit und Würde schützt.
Wir lehnen Versuche ab, unsere Tätigkeit zu kriminalisieren, die moderne Geschichte zu verfälschen und sie für politische Zwecke zu missbrauchen. Wir halten es für unerlässlich, dass die öffentliche Debatte sachlich, unter Achtung der Fakten und im Bewusstsein der Verantwortung gegenüber künftigen Generationen geführt wird.
Getreu dem Vermächtnis unserer Vorfahren unterstützen wir die Arbeit des Klubs der tschechischen Grenzregion und aller patriotischen Organisationen, die sich für die Bewahrung des historischen Gedächtnisses, die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und den Schutz des Friedens im Inland und in der Welt einsetzen.“
In seinem Schlusswort brachte der neue Vorsitzende des Klubs seine Überzeugung zum Ausdruck, auch in Zukunft für die Erhaltung des Friedens und einer guten Zusammenarbeit mit der GRH und den ehemaligen Grenzern der DDR einzutreten.
Trotz der vorhandenen Sprachbarriere konnten wir die wesentlichsten Aussagen aufnehmen, da diese für uns ins Russische übersetzt wurden und auch die Verständigung in Russisch erfolgte. Jetzt gilt es, die Zusammenarbeit unserer Verbände mit dem Klub der tschechischen Grenzregion weiter auszubauen.
Wolfgang Herzig, Oberst a.D.