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Unsere Vergangenheit ist es wert, erhalten zu bleiben,
denn sie ist ein Teil von uns!

Neustadt-Glewe ist eine kleine verträumte Stadt im Südwesten von Mecklenburg – Vorpommern im Landkreis Ludwigslust – Parchim. Militärisch betrachtet, war diese Stadt von je her ohne große Bedeutung; auch wenn die „Alte Burg“ von Aufgaben der Grenz- und Wasserstraßensicherung zeugt; oder das Lazarett, zu Zeiten des 3. Reiches - am Neustädter See gelegen - als eine NAPOLA ( Nationalpolitische  Lehranstalt) errichtet, welches nach der Befreiung durch die Rote Armee 1945 zum Militärlazarett umfunktioniert wurde. Mit Übergabe der Objekte an die junge DDR zur TBC- Heilstätte und Sanatorium hergerichtet, wurde das Lazarett 1976 nach Erlass des Ministeriums für Nationale Verteidigung dem MB V unterstellt.

Und jetzt reckt sich über den Dächern der Innenstadt das Militär. Generäle und Admiräle, Offiziere und Fähnriche, Soldaten und Matrosen der ehemaligen NVA und der Bewaffneten Organe der DDR zeigen sich hier unter den Augen von Marschällen und eines Flottenadmirals der Sowjetunion, werden dabei von Weggefährten des Warschauer Vertrages unterstützt, aber auch von Admirälen der Royal Navy, der US Navy, des USMC und der Bundesmarine begutachtet.

Für mich als ehemaligen Angehörigen der Bewaffneten Organe, der NVA und speziell der Volksmarine der DDR verwirklichte sich hier ein privater Traum, meinen ehemaligen Berufswunsch und meine Sammelleidenschaft zu verbinden und Andenken zu bewahren ...; was durch die Familie mitgetragen wird. Der ungenutzte Dachboden des ca. 230 Jahre alten im Familienbesitz befindlichen Fachwerkhauses wurde umgebaut und mit einer Gesamtgröße von derzeit ca. 120 qm ein kleines „Museum“.

Unter dem Motto „Wir schützten unsere Heimat zu Land, zu Luft und auf der See“ präsentieren sich hier „Zeitzeugen“ der Geschichte. Es soll dem Betrachter ein kleines Bild von der NVA und den Bewaffneten Organen der DDR aber auch der familiären vorausgehenden Zeit, von Waffenbrüdern und Gegnern vermittelt werden. Geschichte zum Anschauen und Anfassen bzw. sogar zum in die Hand nehmen, denn die knapp 1.500 Bücher von 1870/71 bis Heute sind auch zum Lesen gedacht. Es geht darum, etwas zu bewahren und Vorurteile oder Ängste zu beseitigen. Es ist kein Bild des oft zitierten „ewig gestrigen“, sondern ein Stück private Geschichte, ein Stück Heimat.
Geschichte lebt von Erinnerungen, egal ob persönliche oder zusammengetragene. Für mich war und ist es wichtig, Schriftstücke, Dokumente, Gestände u.a. zu erhalten, die einen kleinen Teil des militärischen Lebens in der DDR widerspiegeln und für die meisten männlichen Bürger mindestens 18 Monate ihres Lebens Wirklichkeit waren.
Es ist ja leider nicht so leicht, sich einen Panzer vom Typ T-55 oder T-72 oder - was für mich noch schöner wäre - ein Küstenschutzschiff der Koni-Klasse in den Vorgarten oder ins Wohnzimmer zu stellen, aber genügend anderes hat sich bereits und wird sich bestimmt noch finden.
Ca. 50 Figuren zeigen einen Teil der in der Ausstellung befindlichen Uniformen und durch sie wird auch bildlich erklärt, dass nicht eine Teilstreitkraft alleine existierte, sondern wie stark doch das gesamte System der Verteidigung und der Bewaffneten Organe aufeinander angewiesen war, bzw. ineinander hervorging. Wo vorhanden wird auch mittels Bildmaterial dargestellt, wer z.B. der Träger der Uniform war. Anhand einzelner Nachlässe beginnend ab 1948 gezeigt, wie sich das militärische Leben vom Eintritt in den Beruf bis zum Ausscheiden aus dem aktiven Dienst vollzog.

Bis zum 60. Jahrestag der Gründung der NVA, dem 01.März 2016, ist beabsichtigt, den gesamten Bereich fertig zu stellen. Zum Verweilen und „Schmökern“ ist sogar eine Sitzecke integriert worden; einfach auch, um mal den Gesamteindruck auf sich wirken zu lassen.

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Kontaktadresse:

Silvio Pfeffer
Breitscheidstraße 13  •  19306 Neustadt- Glewe
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  •  Telefon: 0171 6902097

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