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 Zum 76. Tag des Sieges des russischen Volkes über den Faschismus im 80. Jahr des Überfalls Hitlerdeutschlands
auf die Sowjetunion

von Generalmajor a. D. Sebald Daum

In wenigen Tagen, am 9. Mai, begeht das russische Volk, die Russische Föderation und mit ihnen eine Reihe weiterer Staaten der ehemaligen Sowjetunion den 76. Tag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg (GVK) über das faschistische Deutschland.
76. Tag des Sieges des russischen Volkes über den FaschismusZu Ehren dieses Tages werden in ganz Russland neben der Vorbereitung, den Trainings und der Durchführung der Paraden der russischen Armee eine Reihe vieler Maßnahmen des Gedenkens und der Mahnung, sowie  der patriotischen Erziehung, insbesondere der Jugend, durchgeführt. Dem dient auch der Sonderzug „Wir- Armee des Landes! Wir-Armee des Volkes“, der ab 25. April 64 Tage durch das Land fährt und über 33.000 km dabei zurücklegt. Dazu kommen viele Maßnahmen im „Park-Patriot“, in der zentralen Kirche der Armee, sowie Auftritte der Musik- und Kulturensemble, Theatervorstellungen und Sportveranstaltungen.
Das Hauptereignis am 9. Mai sind aber zweifellos die Paraden in Moskau und in weiteren 27 Städten Russlands,  insgesamt an 377 Standorten der russischen Armee. In Moskau werden dabei an der Parade mehr als 12.500 Männer und Frauen aller Dienstgrade, sowie 190 verschieden Typen modernster Kampftechnik,  teilnehmen, (siehe Anlage 1) und damit die gewachsene Kampfkraft der  Streitkräfte der Russischen Föderation unter Beweis stellen. Angeführt wird die Parade in Moskau und an vielen anderen Städten von den legendären Panzern T-34, dem Kampfpanzer des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg.

Die diesjährigen Paraden und all die Feierlichkeiten zum 9. Mai, dem Tag des Sieges, erhalten aber eine besondere Bedeutung da sie im 80. Jahr des völkerrechtswidrigen Überfalls Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion durchgeführt werden. So sind diese Feierlichkeiten  getragen  in der Erinnerung an den 22. Juni, einem Tag, der tief im Gedächtnis des Volkes eingegraben ist und der jeden sein Vaterland liebenden Russen daran erinnert, dass sich ein 22. Juni nie mehr wiederholen darf.
Dies umso mehr, da wiederum an den Grenzen Russland Gefahr aufzieht durch die verstärkten größeren Manövern der Truppen der USA und der NATO an den russischen Grenzen und den zusätzlichen Provokationen der Ukraine gegenüber den Republiken Lugansk, Donezk und der Krim. Dieses Säbelrasseln der NATO und der Ukraine an den Grenzen Russlands muss selbstverständlich Russland, das russische Volk, in Unruhe versetzen. Und wieder wird dies alles begleitet von einer unerträglichen Hetze gegen Russland, seinen Präsidenten und die Regierung, werden Lügen und Falschmeldungen und antirussische Stimmung verbreitet.

So bereitet man Kriege vor, so hat es die Geschichte mehr als einmal bewiesen. Und gerade das vergrößerte Deutschland mit seiner unrühmlichen Geschichte von Kriegen gegen Russland und die Sowjetunion, sollte hier eigentlich mehr Vernunft und Demut zeigen und vor allem sich daran erinnern welche Ergebnisse diese Kriege gegen Russland für Deutschland und das deutsche Volk gebracht haben. Die gegenwärtige Politik der deutschen Regierung ist mehr denn je besorgniserregend. Wenn das Kapital in den USA, ihre führenden politischen Köpfe mit ihrem neu gewählten Präsidenten Biden nun wiederum mit aller Offenheit versuchen ihre Weltherrschaft durchzusetzen und China und Russland öffentlich zu den Feinden der USA erklären, muss doch eine deutsche Regierung nicht in Nibelungentreue hier mit machen, ohne an die Folgen solchen Tuns zu denken. Erinnern wir uns, mit der Wiedervereinigung Deutschlands, dem Zusammenbruch des sozialistischen Lagers waren doch alle Bedingungen für den Westen gegeben nun friedlich mit einander zu leben. Der Feind war abhanden gekommen, den Warschauer Vertrag gab es nicht mehr. So hätte man ja zweifellos auch die NATO auflösen können. Warum tat man es nicht? Weil dem amerikanische Interessen entgegen standen und weiter stehen.
Man sollte sich sich hier daran erinnern, welche Politik die USA in Europa mit der NATO verfolgen. Das Ziel der  der NATO hatte Lord Ismay, der erste Generalsekretär der NATO bei ihrer Gründung 1949 einfach und eindeutig ausgedrückt: „Die Amis drinnen (in Europa), die Russen draußen und Deutschland unten zu halten“. Damit hatte er klar und einfach die amerikanischen Interessen in Europa umrissen, Sie wollen in Europa bestimmen und verhindern, dass Europa und ganz besonders Deutschland mit Russland zusammen gehen, denn dann wäre es schwierig für die USA ihre Ziele zu erreichen. Das Ziel amerikanischer Begierde ist Russland und warum wohl? Es geht um Macht und Profit. Russland ist riesig groß, mit viel Raum und großem Reichtum an Natur- und Bodenschätzen. Es besitzt gewaltige Rohstoffreserven. Es geht um Öl, Gas, Kohle, Gold und andere Bodenschätze. Das weckte schon zu allen Zeiten Begehrlichkeiten und so auch heute wieder. Unter Jelzin glaubte man seinen Zielen näher gekommen zu sein. Das riesige Land war bereits so gut wie in amerikanischer Hand und war nicht mal mehr eine Regionalmacht. Die russische Wirtschaft, der Militär-Industrielle Komplex war am Boden. Die russische Armee hatte ihre Schlagkraft verloren und war unfähig das Land zu verteidigen. Deshalb war Jelzin ein Freund.
76. Tag des Sieges des russischen Volkes über den FaschismusDann wird ein im Westen nicht sehr bekannter Politiker Putin Präsident dieses Landes. Der sieht Russlands Interessen hier schwer bedroht und stoppte den Ausverkauf Russlands. Und plötzlich waren die Russen, war Putin der Feind Nr.1. Man vergrößerte dann die NATO, nahm alle Staaten des ehemaligen sozialistischen Verteidigungsbündnisses und die Baltischen Staaten in die NATO auf, nur Russland wurde trotz seiner wiederholten Anträge zur Aufnahme in die NATO, abgelehnt.  Warum wohl? Wenn alle in einem Bündnis sind, fehlt der Feind. Somit konnte man Russland wieder, wie zu sozialistischen Zeiten, eine aggressive Politik gegen Europa und die USA unterstellen. Deshalb wurde die Osterweiterung der NATO  durchgeführt, die Ukraine und Georgien auf die  Seite der NATO gebracht und der Versuch unternommen, auch Belorussland zu destabilisieren, damit der „Cordon sanitaire“ um Russland geschlossen wird.  Es wird ja wohl die Frage erlaubt sein, wer hier eine aggressive Politik gegen wen betreibt ?  Stehen etwa die russischen Truppen an den Grenzen der NATO- Länder, oder ist es nicht so, dass die Truppen verschiedener Staaten der NATO, darunter auch Deutschland, an den russischen Grenzen stehen? Wer provoziert denn hier nun wen und warum muss dann das größer gewordene Deutschland diese Politik mit machen?
Wenn man  deutsche Soldaten  in Litauen stationiert, wenn man die Stationierung von Raketenstellungen in Polen und Rumänien mit unterstützt, sich an Provokationen mit Schiffen, Flugzeugen und Truppen an den Grenzen Russlands beteiligt, mit Teilnahme an Manöver, wie „Devender Europe 2021“ Russland mit bedroht, sich an weiteren Sanktionen gegen Russland beteiligt, dann ist das wohl kaum im Sinne der Interessen und der Sicherheit   des Deutschen Volkes. Das ist amerikahörige Politik und ein gefährliches Spiel mit dem Feuer des Krieges. 

Amerikas Politik war schon immer die „Strategie der fremden Hände“, wo andere für die Ziele der USA die „Kastanien aus dem Feuer holen“ sollen. So sieht es doch auch jetzt wieder aus. An den Grenzen Russlands soll die Ukraine zündeln, Russland herausfordern um sich in ein kriegerisches Abenteuer zu stürzen und Deutschland soll dabei sein. Dazu gibt es Politiker in Deutschland, die hier noch „Öl ins Feuer gießen“. Ob solche Politiker, wie der Außenminister, die Verteidigungsministerin, einige der Grünen Politiker, verstehen was sie mit  ihrer Hetze gegen Russland tun? Wollen sie Deutschland wiederum in einen Krieg ziehen lassen wie 1999 gegen Jugoslawien? Überlegen sie, oder bedenken sie auch die Folgen solchen Tuns?  Selbst wenn es nur ein Flächenbrand werden würde, es gäbe Tod und Elend und unermessliche Opfer und Kosten. Deutschland wäre  mittendrin. Schon allein die Ströme von Flüchtlingen, die es nun mal bei solchen  Handlungen geben würde, wohin würden diese wohl ziehen? Hier muss man sich schon fragen – Sind solche Politiker so geschichtsvergessen in ihrem Handlungen? Haben deutsche Politiker und auch andere Kriegstreiber nichts gelernt?  Mit Russland von einer „Position der Stärke“ reden zu wollen, hat doch schon immer Deutschland nur Tod und Verderben gebracht. 

Russland will keinen Krieg, weder mit Europa, der NATO, der Ukraine noch mit anderen Staaten. Davon zeugen nicht nur die Erklärungen seines Präsidenten, wie zuletzt wieder in der Botschaft an die Föderale Versammlung am 21. April 2021. Russland will mit seinen Nachbarn in Frieden leben und ist offen für eine breite internationale Zusammenarbeit auf der Basis gegenseitiger Achtung zur Stärkung der Wirtschaftskraft und zum Wohle jedes Volkes. Russlands Interessen sind Frieden und die notwendige Sicherheit für eine stabile Entwicklung seines Landes zum Wohle seine Volkes. Es versucht immer wieder friedlich alle Probleme zu lösen, denn es kennt die  Ergebnisse von Kriegen, das Leid und die Schmerzen der Menschen. Russland droht niemandem, versucht nicht, wie manch anderer, seine Weltanschauung anderen Ländern aufzuzwingen. aber es wird auch nicht zulassen dass andere sich in seine Politik einmischen und das Land bedrohen. Man sollte seine Geduld nicht als Schwäche betrachten. Und so macht Russland auch deutlich, das Land, das russische Volk nicht weiter mit ungerechten Sanktionen zu überziehen, zu versuchen das Land zu destabilisieren, zu demütigen und heraus zu fordern und die Brücken der Zusammenarbeit zu sprengen. In seiner Botschaft sagte dazu der russische Präsident „Sollte jemand die  Absicht haben zu zündeln, oder gar die Brücken zu sprengen, so sollte er wissen, dass die Antwort asymmetrisch, schnell und hart sein wird“. 

Gerade deutsche Politiker sollten deshalb 80 Jahre nach dem Überfall auf die Sowjetunion sich doch mehr denn je daran erinnern, was dies am Ende dem deutschen Volk gebracht hat und wiederum bringen wird, wenn man wieder  Russland als Feind haben will. Die Mehrheit des deutschen Volkes will keinen Krieg mit niemanden und schon gar nicht mit Russland. Die Mehrheit der Deutschen will mit seinen Nachbarn und auch mit Russland in Frieden leben, Handel treiben zum gegenseitigen Vorteil. Deshalb heißt das für uns alle noch mehr unsere Stimme zu erheben für eine friedliche Politik, für ein friedliches Miteinander, wie wir es in unserem Aufruf „Soldaten für den Frieden“ dargestellt haben. „Wir brauchen keine Kriegsrhetorik, sondern Friedenspolemik. …...Wir brauchen nicht mehr Mittel für militärische Zwecke, sondern mehr Mittel für humanitäre und soziale Erfordernisse....... Wir brauchen ein friedliches Deutschland in einem friedlichen Europa“, denn ohne  ein freundschaftliches,  friedliche Miteinander mit Russland  gibt es keine Sicherheit und keinen Frieden in Europa und damit auch nicht für Deutschland.
76. Tag des Sieges des russischen Volkes über den FaschismusWir die Mitglieder des Verbandes zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR unterstützen deshalb alle Aktionen die zum Frieden und guter Nachbarschaft mit allen Völker, insbesondere mit dem russischen Volk führen.
Der 8. Mai der Tag der Befreiung des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus und der 9. Mai, als Tag des Sieges ist deshalb wiederum für uns Anlass, unter Beachtung der entsprechenden  Festlegungen des Coronaschutzes, sich an diesen Tagen der Mahnung und des Gedenkens, an den Ehrungen der  Opfer von Kriegen und der gefallenen Soldaten der Roten Armee zur Befreiung des Deutschen Volkes von Faschismus zu beteiligen. Nehmen wir dort wo sie stattfinden teil an den Kundgebungen und Kranzniederlegungen und unterstützen wir die Forderung mit, den 8. Mai bundesweit zu einem Feiertag zu machen.

 

Anlage 1:

Marschordnung der mechanisierten Kolonnen zur Parade am 9. Mai 2021

Nr. 1: – 10 T-34-85; Nr. 2: – 3 KFZ „Taifun- P80“ + 4 Kampfwagen „Taifun LLT“; Nr. 3: – 7 BmP-2 + 3 BMP „Kurganetz-25“; Nr. 4: – 10 BMP-3;  NR. 5: – 10 T-72B3M;  Nr. 6: - 10 T-80 B8M;  Nr. 7: - 7 T-90M + 3 „Armata“ ;  Nr. 8: - 6 OTRK „Iskander-M“;  Nr. 9: - Gew. -“Tornado-S“;  Nr. 10: 4 SFL „Msta-S“ + 4 SFL „Koalitzija S8“;  Nr. 11: - 4 Fla-RK- „TOR-M2“ + 4 Fla-RK - „Buk-M3“;  Nr. 12: - 6 Fla-RK „Panzir-S“ ; Nr.13: - 6 Fla-R.Systeme- „S-400“; Nr.14: - 10 LLPanzer „BMD-4M“;  Nr.15: - 10 BTR-“MDM“ ; Nr. 16: - 9 Gew.-“TOS-1A“; Nr. 17: - 4 Gew. „ISDM“ + 4 Transport KFZ „ISDM“;  Nr. 18: - 8 Roboter Gefechtsfahrzeuge „Uran-9“; Nr. 19: 7 Gepanzertes Spezial KFZ „ Partrul“ + 3 KFZ „Taifun-K“; Nr. 20: - 6 KFZ „Partrul“ + 3 KFZ „Ural“; Nr. 21: - 3 BIRK „Jars“ mit Begleitfahrzeugen „Arbalet-DM“; Nr. 22: 3 BTR „Bumerang“

76. Tag des Sieges

 

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